Andy Sharif, Psychotherapeut, Musiker, Content Creator
Bild: Deniz Pekdemir
Zu wissen, dass man anders ist und es niemandem erzählen kann, weil man im schlimmsten Fall ausgestoßen wird. Dieses Gefühl kenne ich aus meiner eigenen Lebensgeschichte.
Kurz dachte ich, die Zeiten werden besser.
Doch seit ich in meiner eigenen Praxis arbeite und viele queere junge Menschen begleite, sehe ich: Sie strugglen noch immer mit ihrem Outing, weil Familie oder Gesellschaft sie ablehnen. Queere Menschen müssen sich bis heute rechtfertigen und beweisen.
Eigentlich sollte ein Coming-out keine Mutprobe sein. Niemand sollte sich verbiegen müssen, um dazuzugehören.
Ein Projekt wie WELCOMING OUT hätte mir damals vielleicht genau die Kraft gegeben, die ich gebraucht hätte, um nicht in ein tiefes Loch zu fallen. Es zeigt, dass es Menschengibt, die einen so annehmen, wie man ist. Und dass es Vorbilder gibt, die Orientierung geben können in einer Zeit, in der man vergeblich nach Halt sucht.







